Familienleben

Taschengeld für Kinder

Familienleben

vom 13.07.2026

Taschengeld für Kinder

Wie war das damals bei euch? Taschengeld-Sparfuchs oder dauerpleite? Könnt ihr euch noch erinnern? Seid ihr gut mit eurem Taschengeld über die Runden gekommen? Oder gab es zum Monatsende immer zähe Verhandlungen zwischen euren Eltern und euch, mit dem Ziel einen Taschengeldvorschuss zu ergattern? Damit das Thema Taschengeld nicht zu einer leidigen Angelegenheit wird, sondern für euer Kind ein tolle Möglichkeit darstellt, den ersten Umgang mit seinen Finanzen zu üben, haben wir hier Infos und Hilfreiches rund um das Thema „ Kinder und Taschengeld “ für euch zusammengestellt. Häufig beginnen Kinder mit ca. fünf, sechs Jahren sich für das Thema Geld zu interessieren. Dies ist ein guter Zeitpunkt, die Kleinen mit den unterschiedlichen Geldstücken und Geldscheinen vertraut zu machen. Zu Beginn genügt ein kleiner Taschengeld Betrag wie 50 Cent oder 1 €/Woche und vielleicht ein Sparschwein oder Kindertresor, in dem das Taschengeld gehortet werden kann. Oftmals fangen die Kinder nun beim gemeinsamen Einkaufen an, nach den Preisen von Lebensmitteln, Süßigkeiten, Comic-Heften etc. zu fragen und staunen nicht schlecht: ganz schön teuer! Nun entwickelt sich zum ersten Mal ein Gefühl für den Wert der Dinge. Taschengeld – in welcher Höhe und lieber wöchentlich oder einmal im Monat? Passt die Taschengeldhöhe euren Möglichkeiten an. Orientiert euch nicht an anderen Eltern, die ein astronomisch hohes Taschengeld zur Verfügung stellen, sondern wählt einen Betrag, der zu eurer finanziellen Situation passt. Kleine Kinder sollten Ihr Taschengeld wöchentlich erhalten. Kinder im Kindergarten- oder Vorschulalter fällt es noch schwer, ihr Geld für einen Monat einzuplanen. Bei Grundschulkindern kann das Taschengeld dann monatlich ausgezahlt werden. Solltet ihr feststellen, dass das Taschengeld immer viel zu früh aufgebraucht ist, könnt ihr eurem Kind in einem Gespräch Hilfe und Lösungswege anbieten, damit es sein Taschengeld besser einteilen kann. Vielleicht sollte auch der Taschengeldbetrag überdacht werden. Ist der Betrag vielleicht zu niedrig angesetzt? Sinnvoll ist es, das Taschengeld schrittweise mit dem Alter zu erhöhen. Ausgaben, die zum Alltag gehören wie zum Beispiel Busfahrgeld, Kleidung oder Schulmaterial sollten von den Eltern weiterhin übernommen werden. Klare Absprachen helfen, künftige Diskussionen zu vermeiden. Übernehmen die Eltern nach einer Taschengelderhöhung weiterhin die Kosten für Kinokarten oder ein schickes, teures T-Shirt? No Go: Taschengeld Entzug Sobald mit dem Kind besprochen worden ist, wann und wieviel Taschengeld es gibt, sollte dieser Betrag, ohne zusätzliche Aufforderung durch das Kind, pünktlich ausgezahlt werden. Benutzt das Taschengeld nie als Druckmittel. Heißt: Drohungen wie „Wenn du dein Zimmer nicht aufräumst, gibt es auch kein Taschengeld.“ sind Tabu. Gleichwohl solltet ihr euch Bemerkungen zu, in euren Augen unsinnigen Käufen, verkneifen und euch nicht in die „Taschengeld-Angelegenheiten“ eures Kindes einmischen. Nur so entsteht ein gewisser Lerneffekt, zum Beispiel, dass das erworbene Plastik-Spielzeug doch nur in der Ecke liegt oder es im Nachhinein ärgerlich ist, wenn man sein komplettes Taschengeld in Süßigkeiten investiert hat. Taschengeld ist halt auch ein wenig Geld zum Üben, damit später, im Erwachsenenalter, ein verantwortungsvoller Umgang mit Geld leichter fällt. Mama, hast du mal Geld? Auch wenn es noch so schwer fällt, tut euch und eurem Nachwuchs einen Gefallen und schießt kein Taschengeld vor. Sobald euer Kind verinnerlicht hat, dass ein leeres Portemonnaie gar nicht dramatisch ist, da Mama und Papa sich immer weichklopfen lassen, ist der Lerneffekt gleich Null. Warum sparsam sein und das Geld einteilen, wenn man doch, bei Bedarf, zusätzliches Geld von den Eltern erhält? Möchte euer Kind sich einen größeren Wunsch erfüllen, ist dies eine gute Gelegenheit für euch, gemeinsam einen Sparplan zu erstellen und ist das Sparziel erreicht, ist die Freude riesig. Zusätzliche Einnahmen Oftmals wird zu Anlässen wie Geburtstag oder Weihnachten Geld verschenkt. Ältere Kinder verdienen sich mit kleinen Jobs etwas hinzu. Erhält dein Kind eine größere Summe oder hat einen bereits hohen Betrag angespart, sollte das Geld auf eine Sparbuch oder Kinderkonto eingezahlt werden und nicht zu Hause in der Spardose liegen. Übrigens: Kleine Aufgaben im Haushalt solltet ihr nicht mit Geld entlohnen. Das jeder in der Familie hier und da seine Aufgaben zu erfüllen hat, sollte eine Selbstverständlichkeit bleiben. Ein Kinder- oder Schülerkonto Viele Banken und Sparkassen bieten speziell auf Kinder zugeschnittene Konten an. Für Kinder ist ein eigenes Konto ein Stückchen mehr Selbstständigkeit und eine tolle Gelegenheit, erste Erfahrungen mit dem Bankwesen zu sammeln. Wenn ihr ein Konto eröffnen möchtet, achtet darauf, dass euch keinerlei Zusatzkosten entstehen. Ist eine EC Karte gewünscht? Soll es ein Auszahlungslimit geben? Ist Online Banking nötig? Ist all dies geklärt und das Konto eröffnet, kann das Taschengeld nun von den Eltern als Dauerauftrag beauftragt und auf das Kinderkonto angewiesen werden. Das euer Kind ins Minus rutschen könnte, braucht euch nicht zu sorgen, denn Konten für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen sich ausschließlich im Guthabenbereich bewegen. Verzicht auf Taschengeld Zahlungen Es gibt auch genügend Familien, die auf eine Auszahlung von Taschengeld verzichten. Dort gibt es Zuhause zum Beispiel ein Schälchen mit Kleingeld, in das jedes Familienmitglied sein Münzgeld hineinlegt. Sind kleinere Ausgaben nötig, kann sich jeder aus der Familie das Geld hierfür aus dem Schälchen entnehmen. Anderen Eltern gefällt der Gedanke einer Taschengeldauszahlung nicht, da sie dem Kind ein Gefühl der Abhängigkeit und eine Machtdemonstration durch die Eltern vermittelt. Warum sollte es dem Kind nicht gut gehen, wenn es den Eltern gut geht? Im Umkehrschluss heißt es dann aber genauso: „Wenn wir gerade knapp bei Kasse sind, müssen wir alle an einem Strang ziehen und auf unnötige Ausgaben verzichten.“ Ausgaben und Wünsche werden innerhalb der Familie gemeinsam besprochen und, wenn sinnvoll und möglich, umgesetzt. Wie handhabt ihr das Zuhause? Welche Erfahrung habt ihr gesammelt? Wir freuen uns über jede Rückmeldung von euch.

Traumreise zum Goldenen Licht – Sanfte Fantasiereise für Kinder

Familienleben

vom 02.07.2026

Traumreise zum Goldenen Licht – Sanfte Fantasiereise für Kinder

Zur Ruhe kommen – eine geführte Fantasiereise für dein Kind Geeignet für: Kleine Leute ab etwa 4 Jahren Dauer: Ca. 4 Minuten PDF Traumreise zum Goldenen Licht Du kennst das sicher: Manchmal ist der Kopf deines Kindes so voll von den aufregenden Dingen des Tages, dass es ihm schwer fällt, zur Ruhe zu kommen . Für solche Momente haben wir eine schöne Anregung für dich: Eine Fantasiereise – mit ihr führst du dein Kind durch sanfte Bilder zu innerer Ruhe; sie eignet sich auch wunderbar als Einschlafhilfe. In unserer geführten Entspannung Traumreise zum Goldenen Lich t folgt dein Kind einer kleinen Katze zu einem warmen, kuscheligen Nest aus Moos, das von goldenem Licht erfüllt ist. Dort kann es sich geborgen fühlen und die Anspannung loslassen.Im folgenden geben wir dir Tipps, wie du das richtige Setting für die Fantasiereise schaffst und erklären, warum Traumreisen eine so tolle Sache sind: Einstimmung und die richtige Umgebung Wie du dein Kind durch die Traumreise führst Abschluss und Austausch Kleine Auszeit – Große Wirkung: Die Vorteile von Fantasiereisen für die kindliche Entwicklung 1. Einstimmung und die richtige Umgebung Lade dein Kind zu der Fantasiereise ein und erkläre ihm mit wenigen Worten liebevoll, worum es geht: ⭐ Wir machen eine magische Reise – in Gedanken! Du darfst es dir ganz gemütlich machen, und ich erzähle dir eine Geschichte. Dabei kannst du alles mit geschlossenen Augen vor dir sehen – als wenn du träumst. Wollen wir das einmal ausprobieren? Wenn dein Kind in der richtigen Stimmung für die Reise ist, sorge für eine ruhige und gemütliche Atmosphäre , damit es sich leichter auf seine inneren Bilder konzentrieren kann: 🕯️ Tauche den Raum in ein angenehmes Dämmerlicht . Eine Traumkerze oder ein gedimmtes Licht intensiviert die Stimmung und hilft deinem Kind, die Augen zu schließen. 🧘‍♀️ Am besten legt es sich auf den Rücken , so drückt nichts und das Entspannen fällt leichter. ☀️ Hülle dein Kind in eine kuschelige Decke . Schön warm zu sein, fördert tiefe Entspannung. 🧸️ Lass es gern sein liebstes Kuscheltier neben sich legen. Ein vertrauter Begleiter sorgt für zusätzliche Ruhe. 2. Wie du dein Kind durch die Traumreise führst Damit du gut durch die Entspannung führen kannst, kommst du am besten zunächst selbst zur Ruhe . Fühle dich mental ein und atme langsam und ruhig in den Bauch ein und aus. Das hilft dir, die passende Sprechweise zu finden, denn für dein Kind ist deine Stimme der sanfte Wegweiser auf dieser Reise: Sprich langsam, ruhig und sanft – als würdest du dein Kind in eine warme Decke aus Worten betten. Mache Pausen beim Sprechen – gib deinem Kind Zeit, die inneren Bilder zu entwickeln. Vertraue auf dein Gefühl – indem du selbst in die Szene eintauchst, spürst du intuitiv, wann der richtige Moment ist, um weiter zu sprechen. Tipp : Wird dein Kind unruhig, mache weniger Pausen beim Sprechen, um seine Aufmerksamkeit besser zu halten. Wird es ruhiger, kannst du längere Pausen machen. 3. Abschluss und Austausch Gib deinem Kind nach der Reise einen kleinen Moment, um wieder im Hier und Jetzt anzukommen. Anschließend ist es bereichernd, über eure Erfahrungen zu sprechen . Der Austausch verankert das Erlebte, unterstreicht seinen Wert und vertieft dabei in besonderer Weise eure Bindung. Tipp: Viele Kinder lieben es, ihre inneren Bilder zu malen und das schöne Gefühl der Reise noch einmal nachzuempfinden. Vielleicht geht es deinem Kind auch so. Deshalb ist es eine gute Idee, Papier, Stifte oder Tusche in Reichweite zu haben. Später könnt ihr das Bild gemeinsam im Kinderzimmer aufhängen.Wenn ihr vielleicht häufiger eine Fantasiereise macht, könntest du die Zeichnungen in einem “Traumbüchlein” sammeln – so hat dein Kind eine wunderschöne, bildhafte Erinnerung an die stärkenden Erlebnisse seiner Kindheit. 4. Kleine Auszeit – Große Wirkung: Die Vorteile von Fantasiereisen für die kindliche Entwicklung Innere Reisen sind ein wertvoller Schatz für die ganzheitliche Entwicklung deines Kindes: 🌈 Beim Zuhören und Entwickeln innerer Bilder trainiert es aktiv seine Vorstellungskraft und Konzentrationsfähigkeit . 🎯 Es lernt, sich kognitiv gezielt zu fokussieren und neue, kreative Denkmuster zu entwickeln. 🌱 Es entdeckt seine inneren Ressourcen , um Kraft zu schöpfen und sie zu nutzen. 🧘‍♀️ Die Erfahrungen stärken den inneren Kompass für Ruhe und die Fähigkeit deines Kindes zur Selbstregulation – dadurch kann es mit der Zeit stressigen Situationen gelassener begegnen. 🗝️ Dein Kind erfährt, dass es bei innerer Anspannung die Möglichkeit hat, mental einen Ausgleich zu finden – eine Fähigkeit, die es sein Leben lang nutzen kann. Das ist doch ein großartiger Schatz, den du deinem Kind auf seinem Weg mitgibst, oder? Warm & Geborgen – für kleine Wohlfühlmomente Unsere liebsten Kuscheltiere, weichen Kinderdecken und wohltuenden Wärmflaschen – perfekt für entspannte Abende und extra Kuscheleinheiten.

Krippenweg gestalten: Liebevolles Adventsritual für dein Kind

Familienleben

vom 02.07.2026

Krippenweg gestalten: Liebevolles Adventsritual für dein Kind

Was Kinderherzen im Advent bewegt: Der Krippenweg Möchtest du eure Adventszeit einmal auf besondere Weise gestalten ? Dann haben wir hier eine wunderschöne Anregung für dich: Der Krippenweg – er lässt dein Kind auf einzigartige Weise die Weihnachtsgeschichte entdecken. Und er schenkt euch täglich einen kleinen Moment der Besinnlichkeit . Worum geht es? Das kleine Adventsritual ist einfach umzusetzen: Du baust mit ein paar Utensilien eine kleine Krippenszene an einem Ort auf, der etwas Platz bietet – auf einer Fensterbank, einer Kommode oder auf dem Boden im Wohnzimmer. Die Hauptakteure sind die Krippenfiguren Maria und Josef , die sich auf den Weg zur Krippe nach Bethlehem machen. Diesen Weg legst du mit 24 Wegmarken – zum Beispiel Baum- oder Filzscheiben, die zur (noch leeren) Krippe führen. Die Wegpunkte stehen für jeden Tag des Advents. Dort, auf der ersten Scheibe, beginnt am 1. Dezember für Maria und Josef ihre Reise und euer Krippenweg. Jeden Tag bewegt dein Kind die beiden Figuren eine Wegmarke weiter in Richtung Krippe – es spürt unmittelbar, wie das große Fest immer näher rückt. Besonders schön ist es, wenn ihr für diesen Moment als Familie zusammenkommt; Anregungen, wie ihr das zu einem kleinen Ritual machen könnt, findest du weiter unten. Wie du den Krippenweg gestalten kannst Der Krippenweg bietet dir vielfältige Möglichkeiten der Umsetzung – hier sind ein paar Anregungen: Wer baut den Krippenweg auf? Möglichkeit 1: Du baust den Krippenweg für dein Kind am Abend des 30. November als bezaubernde Überraschung für den ersten Dezembermorgen auf. Möglichkeit 2: Du gestaltest den Weg am 1. Dezember zusammen mit deinem Kind – das ist ein wunderschöner gemeinsamer Einstieg in die Adventszeit. Beide Varianten haben ihren ganz eigenen Reiz – schau, was für dich und euch als Familie am besten passt. Die Wegmarken Für sie kannst du verschiedene Materialien verwenden. Wichtig ist, dass die Figuren darauf einen sicheren Stand finden: Kleine Baumscheiben: Sie passen sehr gut zu einer Krippe aus Holz. Wenn sie groß genug sind, finden Maria und Josef bequem gemeinsam Platz darauf. Hast du nur kleinere Scheiben zur Hand, lege einfach je zwei für beide Reisenden nebeneinander. Filz: Filz fühlt sich warm an und bringt eine schöne Haptik in die Szenerie. Du kannst ihn als einfache Kreise, Ovale oder – noch schöner – in geschwungenen Steinformen zuschneiden. Dickes Tonpapier: Vor allem, wenn es schnell gehen soll und du weniger Aufwand möchtest, ist dies eine perfekte und einfache Lösung. Egal, welche Variante du wählst: Besonders schön sieht es aus, wenn du euren Wegmarken-Pfad so auslegst, dass er sich sanft mäandernd wie ein natürlicher Weg zur Krippe windet. Die Landschaft Die Landschaft gestalten: Du könntest die Umgebung, in der die Szene spielt, andeuten. Leicht gerafft ausgelegte Spieltücher in Gelb- oder Grüntönen eignen sich zum Beispiel, um Wüste oder Weiden anzudeuten. Naturmaterialien einbauen: Ein paar kleine Steine, Moos oder Ästchen am Wegesrand können eurem Krippenweg eine sehr schöne, naturverbundene Atmosphäre verleihen. Tiere hinzufügen: Auch Schafe, Esel, Ochse oder ein Kamel könnten in eurer kleinen Landschaft platziert werden. Achte aber darauf, dass die Szene klar und übersichtlich bleibt. Gerade, wenn dein Kind noch klein ist, ist es gut, den Fokus auf das Wesentliche zu legen. Die Beleuchtung Einen besonderen Zauber erhält euer Krippenweg durch Beleuchtung: Eine LED- Lichterkette , die du dezent integrierst, oder eine Kerze in einer Laterne schaffen eine besonders andächtige Stimmung, die perfekt zum Anlass passt. Das tägliche Ritual Die Figuren auf dem Krippenweg zu bewegen, jeden Tag einen Schritt, kann zu eurem verbindenden Familien-Ritual im Advent werden – als ein liebevoller Augenblick des gemeinsamen Innehaltens . Ein guter Zeitpunkt ist vor oder nach dem Abendessen oder auch vor dem Zubettgehen, wenn der Tag langsam endet. Kommt an eurem Krippenweg zusammen und schaut, wie dein Kind ganz achtsam Maria und Josef zum nächsten Wegpunkt führt. Um diesen Moment zu gestalten , gibt es viele schöne Ideen: Ihr könnt darüber sprechen, was Maria und Josef wohl heute auf ihrem Weg erlebt haben. Du kannst einen kleinen Teil der Weihnachtsgeschichte oder etwas aus einem Kinderbuch vorlesen. Oder dein Kind darf jetzt das Türchen zu seinem Adventskalender öffnen Vielleicht lasst ihr den Krippenweg auch mit einem Weihnachtslied ausklingen. Bestimmt findet ihr eure ganz eigene Form für das kleine Ritual. Der Weihnachtstag – die Ankunft Die lange, gespannte Wartezeit findet am 24. Dezember ihren Höhepunkt. Wie könnt ihr den Krippenweg enden lassen? Auch dafür haben wir ein paar Anregungen: Am Morgen des Heiligen Abends führt ihr euer Ritual ein letztes Mal aus: Dein Kind setzt Maria und Josef auf den letzten Wegpunkt, der 24. Wegmarke – die Spannung steigt, denn nun steht das große Fest unmittelbar bevor. Der große Moment an Heiligabend – bevor ihr mit der Bescherung beginnt, besucht noch einmal die Krippe. Dort sind Maria und Josef nun in den Stall eingezogen – und da liegt es in ihrer Mitte: das lang ersehnte Jesuskind! Die große Geschichte ist vollendet. Wenn dein Kind älter wird, kannst du den Krippenweg nach und nach erweitern. Beginne damit, auch die Hirten mit ihren Schafen – anfangs noch ein wenig abseits – dazu zu stellen. An Heiligabend erscheint ihnen dann der wunderschöne Weihnachtsengel. Er verkündet die frohe Botschaft – und voller Neugier folgen die Hirten mit ihren Tieren dem Engel zur Krippe. Und am Ende dürfen sich schließlich auch die Drei Könige auf den Weg machen, um am 6. Januar der Heiligen Familie feierlich ihre Geschenke zu überbringen. Auf diese Weise lebt euer Krippenweg weit über Heiligabend hinaus und erzählt die ganze Weihnachtsgeschichte.

Muttertag einmal anders gedacht: Care-Arbeit und Mental-Load

Familienleben

vom 02.07.2026

Muttertag einmal anders gedacht: Care-Arbeit und Mental-Load

Muttertag einmal anders gedacht: Care-Arbeit und Mental-Load Jedes Jahr am zweiten Sonntag im Mai werden Frauen mit Kindern am Muttertag ein bisschen gefeiert – und das seit mehr als 100 Jahren. Ein Tag, der all das würdigt, was Frauen für ihre Familien – und damit für die Gesellschaft – leisten. Wir laden dich und euch ein, etwas über diesen Feiertag nachzudenken: Du erfährst, wie der Muttertag entstand, welche ursprüngliche Intention dahintersteckte und wie er heute wahrgenommen wird. Wir werfen einen Blick darauf, welch wichtigen Beitrag Frauen in der Familie leisten – und wie dieser besser wahrgenommen und anerkannt werden kann. Außerdem findest du Anregungen, wie ihr den Muttertag gemeinsam als Moment der Reflexion nutzen könnt. Am Ende geben wir dir einige Tipps, wie du als Mutter – über den Muttertag hinaus – gut für dich selbst sorgen kannst: Als Schöpferin des Muttertags gilt die Amerikanerin Anna Marie Jarvis : 1907 initiierte sie, unterstützt von Verbänden der Frauenbewegung , eine Kampagne für einen offiziellen Feiertag zu Ehren der Mütter – inspiriert von ihrer eigenen Mutter, die sich zeitlebens für das Wohl von Frauen eingesetzt hatte. Jahrelang kämpfte Jarvis für einen Tag, der allen Müttern Anerkennung für ihre unermüdliche und oft unbeachtete Arbeit in der Familie zollt. Es war der Beginn einer Bewegung, die Müttern schließlich weltweit Wertschätzung verschaffen sollte. 1914 wurde Jarvis Vision Wirklichkeit: Der zweite Sonntag im Mai erhielt in den USA den Status eines nationalen Feiertags. Der Gedanke verbreitete sich rasch weltweit und fand in vielen Ländern Anklang – so wurde 1923 auch in Deutschland erstmals Muttertag gefeiert. Doch was als Tag der Wertschätzung begann, entwickelte sich zunehmend zu einem kommerziellen Ereignis – sehr zum Missfallen von Anna Jarvis. Sie lehnte es entschieden ab, dass der Muttertag von der Blumen- und Grußkartenindustrie vermarktet wurde, und kämpfte vehement gegen diese Entwicklung . Sie setzte sich sogar dafür ein, den Feiertag in seiner kommerzialisierten Form wieder abzuschaffen, was ihr jedoch nicht gelang. Auch heute noch gibt es Kritik an der Kommerzialisierung des Muttertags und seiner Reduzierung auf Blumen und Pralinen – denn das wird den Leistungen, die Frauen in ihren Familien erbringen, nicht gerecht. Auch wird bemängelt, dass der Feiertag im veralteten Rollenklischee steckenbleibt und die Frau auf das Bild der Mutter, die sich um Kinder und Haushalt kümmert, reduziert ist. Denn das entspricht längst nicht mehr der Realität vieler Frauen. Zudem hat sich das Familienleben gewandelt und Väter bringen sich zunehmend ein. Ist damit alles fein – oder hat der Muttertag trotzdem noch seine Berechtigung? Lass uns der Frage im Folgenden nachgehen. Schauen wir uns zunächst an, wie die Familienarbeit zwischen Frauen und Männern aufgeteilt ist. Dein Einsatz verdient Anerkennung Der Einsatz von Frauen für die Familie ist also unbestritten. Kehren wir daher zur ursprünglichen Vision von Anna Jarvis zurück: Wie steht es um die Wertschätzung der Arbeit von Müttern? Dazu ein kleiner Selbsttest: Wie viel Care-Arbeit und Mental Load trägst du? Nimm zwei Blatt Papier und notiere über mehrere Tage hinweg detailliert alles zu den besprochenen Bereichen: Meine Tätigkeiten Meine Planung, Gedanken, Organisation Notiere all die kleinen und großen Aufgaben , die du übernimmst, und mache dir deinen Beitrag bewusst. Du wirst erstaunt sein, wie viel zusammenkommt! Tag für Tag hältst du das Familienleben am Laufen, sorgst, planst und kümmerst dich um die Bedürfnisse der anderen. Das ist eine enorme Leistung von dir – und du machst das großartig! 💛 Das Problem mit der Wertschätzung ist: Die praktische und mentale Arbeit, die Frauen erbringen, wird oft als selbstverständlich angesehen – und sie wird selten in ihrer Gesamtheit wahrgenommen. Außerdem: Da niemand Gedankenlesen kann, bleibt auch ihr Mental Load unsichtbar. Vielleicht ist daher der Muttertag der richtige Moment, um hierzu mit deiner Familie in ein wertvolles Gespräch zu kommen. Er bietet die Gelegenheit, diese Themen sichtbar zu machen, indem ihr sie liebevoll und offen ansprecht: unter euch Eltern oder auch, je nach Alter, im Familienrat zusammen mit den Kindern. Die finden es nämlich oft spannend, schon früh in solche Gespräche eingebunden zu werden. Vielleicht helfen euch dabei Haushaltslisten , die ihr online findet und gemeinsam ausfüllen könnt, um Aufgaben neu zu sortieren und gerecht zu verteilen. Wenn es später um die praktische Umsetzung geht, ist es wichtig, deinen Familienmitgliedern Raum zu lassen, die Aufgaben, die sie übernehmen, auf ihre eigene Weise zu erledigen – auch wenn es vielleicht nicht ganz deinen Vorstellungen entspricht. Kritik oder „Nachbesserungen“ können schnell Frustration hervorrufen oder das Engagement mindern. Sei stattdessen großzügig und zeige deine Wertschätzung für die getane Arbeit – so wie du es dir selber auch wünschen würdest. Auch bei der Planung des Alltags könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr mehr Verantwortung teilen könnt. Das ist nicht immer einfach, da tief verwurzelte Rollenbilder oft unbewusst mitspielen. Doch je offener ihr darüber sprecht, desto eher gelingt es, eine faire Aufteilung zu finden. Zwischen Kinderlachen, To-do-Listen und Alltagsaufgaben bleibt oft wenig Zeit für dich selbst. Aber du bist nicht nur für andere da – auch du selbst brauchst Fürsorge. Wenn du immer nur funktionierst, kann das auf Dauer zu einer Belastung werden. Der Muttertag bietet eine gute Gelegenheit, innezuhalten und darüber nachzudenken, wie du gut für dich selbst sorgen kannst: Der Muttertag kann weit mehr sein als ein Tag der Blumen und Geschenke – er kann ein Moment des Innehaltens sein, um deine Rolle, deine Leistungen und deine Bedürfnisse bewusster wahrzunehmen. Ganz im Sinne von Anna Jarvis’ ursprünglicher Vision geht es dabei um echte Wertschätzung und ein gerechteres Miteinander in der Familienarbeit. Vielleicht ist also der Muttertag eine wunderbare Gelegenheit, mit deiner Familie ins Gespräch zu kommen, Aufgaben neu zu ordnen und anschließend gemeinsam einen schönen Tag miteinander zu verbringen. Indem ihr euch gegenseitig bewusst Anerkennung schenkt, stärkt ihr nicht nur ein respektvolles Miteinander, sondern auch eure Beziehung und das gegenseitige Verständnis. Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten:

Wie erkläre ich meinem Kind den Frauentag? Anregungen für Familien

Familienleben

vom 02.07.2026

Wie erkläre ich meinem Kind den Frauentag? Anregungen für Familien

Wie erkläre ich meinem Kind den Frauentag? Anregungen für Familien Unsere Kinder lernen von dem, was wir ihnen vorleben. Wie können wir ihnen zeigen, dass Männer und Frauen, Jungs und Mädchen die gleichen Chancen verdienen? Der Internationale Frauentag am 8. März bietet eine wunderbare Gelegenheit, genau darüber nachzudenken und mit deinem Kind darüber zu sprechen. Hier haben wir dazu einige Anregungen für euch zusammengestellt: Der Frauentag ist ein schöner Anlass, um mit eurem Kind über Gleichberechtigung zu sprechen – und zu zeigen, dass jeder Mensch wertvoll ist, so wie er ist. Für Kinder ist es immer hilfreich, wenn Themen möglichst anschaulich besprochen und gestaltet werden – hier findest du dazu einige Ideen: Kinder wachsen in einer Welt auf, die von unserem Handeln geprägt wird. Indem ihr eurem Kind von klein auf vorlebt, dass Respekt, Fairness, Chancengleichheit und Wertschätzung für alle gelten, legen wir den Grundstein für eine faire Gesellschaft. Der Internationale Frauentag bietet euch die tolle Gelegenheit, darüber ins Gespräch zu kommen. Dies ist nicht nur ein Tag für Frauen – sondern für alle: Wenn wir für echte Chancengleichheit eintreten, profitieren wir alle davon. Tipp: 1911 steckten sich die demonstrierenden Frauen eine rote Nelke ans Revers – die rote Nelke wurde zum kraftvollen Symbol des Frauentages und der Forderung nach Gleichheit. Vielleicht möchtet ihr zum Gedenken eine Nelke auf den Tisch stellen? Verschenken solltet ihr sie jedoch eher nicht – denn viele Feministinnen lehnen das ab. Ihre Begründung: Es geht an diesem Tag nicht um Blumengrüße, sondern darum, auf wichtige Themen aufmerksam zu machen und darüber miteinander zu sprechen – so wie ihr es vielleicht mit eurem Kind macht. 🌹 Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten:

Fünf kleine Oster-Tipps und -Bräuche für Familie und Kinder

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vom 02.07.2026

Fünf kleine Oster-Tipps und -Bräuche für Familie und Kinder

Fünf kleine Oster-Tipps und -Bräuche für eure Familie Besonders zu Ostern gibt es viele wunderschöne Aktivitäten, die ihr als Familie gemeinsam erleben könnt. Neben dem Ostereier-Suchen gibt es noch andere kleine Rituale und Ostertraditionen , die du deinem Kind als wertvolle Kindheitserinnerungen mit auf den Weg geben kannst. Vielleicht findest du hier die ein oder andere tolle Idee, mit der du euer Fest bereichern kannst: Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten:

Den Advent bewusst mit Kindern genießen: Ideen für achtsame Momente

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vom 02.07.2026

Den Advent bewusst mit Kindern genießen: Ideen für achtsame Momente

Den Advent mit Kindern bewusst erleben: Rituale, Ideen und Inspirationen Die Vorweihnachtszeit ist gefüllt mit vielen Aufgaben und Terminen. Vielleicht machst du dir Gedanken, wie du deinem Kind möglichst vielfältige weihnachtliche Aktivitäten bieten kannst. Auf der anderen Seite ist da aber oft die Sehnsucht nach Ruhe und Innehalten und möglicherweise fragst du dich: Wie kann es gelingen, den Vorweihnachts-Alltag besinnlicher zu gestalten. Hier findest du einige inspirierende Ideen und Anregungen, wie du den Advent ganz bewusst genießen und gestalten kannst und für dein Kind wunderschöne Erinnerungen schaffst: Kleine Momente der Bewusstheit und Achtsamkeit Vielleicht möchtest du euch Zeit für achtsame Momente schenken: Kreativ mit Leichtigkeit: Basteln und Malen mit Kindern im Advent Auch Kreativ-Sein ist eine wunderschöne Möglichkeit, um eine Atmosphäre der Ruhe und Besinnlichkeit zu schaffen. Wähle dafür einfache Bastel- und Mal-Aktionen, frei von komplizierten Anweisungen. Das nimmt Perfektionsdruck raus und schafft Leichtigkeit. Im Zentrum steht so das gemeinsame Tun, die Zeit miteinander. Hier sind einige Inspirationen dazu: Lass dich bei allem von der Kreativität deines Kindes überraschen und anstecken. Um seine Erfahrungen zu vertiefen, kannst du dein Kind leiten, die Materialien, mit denen es arbeitet, bewusst wahrzunehmen: ihre Texturen zu ertasten, daran zu riechen, zu lauschen … Der Fokus auf die sinnliche Wahrnehmung bringt uns ganz in den Augenblick – und Weihnachten ist schließlich ein Fest der Sinne. 🎄🧘‍♀️ Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten:

Das erste Weihnachten mit Baby – 7 kleine Tipps für Harmonie und liebevolle Achtsamkeit

Familienleben

vom 02.07.2026

Das erste Weihnachten mit Baby – 7 kleine Tipps für Harmonie und liebevolle Achtsamkeit

Das erste Weihnachten mit Baby – 7 kleine Tipps für Harmonie und liebevolle Achtsamkeit Dein erstes Weihnachtsfest mit Baby – das ist ein ganz besonderes Ereignis! Es verbindet die Magie von Lichterglanz und Vorfreude mit der tiefen Freude über dieses kleine Wunder, das euer Leben nun bereichert. Mit einem Baby verändert sich zumeist, wie das große Fest erlebt wird: Der Fokus rückt weg von der perfekten Inszenierung hin zu dem, was wirklich zählt. Was macht dieses Fest für euch besonders? Was ist wirklich wichtig für diese Tage? Nehmt euch einen Moment, diese Fragen zu beantworten, um herauszufinden, wie Ihr die besondere Zeit mit eurem Baby gestalten möchtet. Nehmt euch Zeit, um wahrzunehmen, was dein Baby bezaubert und wie verbunden ihr euch miteinander fühlt. Die vielen Weihnachtseindrücke sind spannend für die Kleinen – aber sie sind auch anstrengend. Damit es nicht von einer Flut an Reizen überwältigt wird, schenke deinem Baby immer wieder Ruhepausen und deine schützende Nähe, damit es die vielen Empfindungen und Erfahrungen verarbeiten kann. Geht den Tag in eurem eigenen Tempo an, ohne euch zu viel vorzunehmen. Eigene Weihnachtstraditionen schaffen Mit dem ersten Baby-Weihnachten entstehen ganz eigene Familien-Rituale, die euch über die Jahre begleiten können. Vielleicht ist es das gemeinsame Aufhängen der ersten Weihnachtskugel oder das Vorlesen einer Weihnachtsgeschichte unter dem Tannenbaum. Vielleicht gehört für euch auch das Kreative dazu: Ein Handabdruck wird zum Andenken an das erste Weihnachten mit Baby oder startet ihr ein Fotoprojekt, das jedes Jahr wächst. Wenn dein Kind älter wird, bastelt ihr vielleicht zusammen neuen Baumschmuck oder gestaltet eure Dekoration ganz individuell. Diese kleinen Traditionen entwickeln sich mit eurem Kind und werden über die Jahre zu wunderschönen Erinnerungen. Es sind nicht immer die großen Gesten, sondern genau diese kleinen Rituale, die euch verbinden. Das Festmahl – einfach und babyfreundlich Ein edles Weihnachtsmahl ist sehr verlockend, aber mit einem Baby kann das Kochen schnell stressig werden. Vielleicht findest du ein Menü, das sich unkompliziert vorbereiten lässt – das erleichtert euch die Feiertage enorm. Oder schaut nach Rezepten, die nicht nur lecker, sondern auch schnell und einfach zuzubereiten sind. Auch dein Baby kann schon eigene kleine Köstlichkeiten genießen – wie Brei oder Fingerfood, je nachdem, in welchem Alter es ist. Gut ist es, bei euren Planungen die Essens- und Schlafenszeiten eures Babys zu berücksichtigen, dann kann der Tag entspannt und ruhig verlaufen. Erwartungen loslassen – was wirklich zählt Vielleicht hast du dir nun schon ein Bild davon gemacht, wie euer erstes Weihnachten als Familie sein könnte. Es braucht keine große Inszenierung; setzt euch nicht unter Druck, alles perfekt zu machen. Weihnachten darf aus kleinen, achtsamen Momenten entstehen. Es ist euer Fest, und es wird besonders, weil es mit Liebe gefüllt ist. Dies ist der Beginn eurer ganz eigenen Weihnachtsgeschichte – voller Wärme, Nähe und kleiner Wunder. 🎄 Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten:

Weihnachtsbaum – ja oder nein?

Familienleben

vom 02.07.2026

Weihnachtsbaum – ja oder nein?

Weihnachtsbaum – ja oder nein? Duft, Atmosphäre, Tradition – für die meisten Menschen gehört der Weihnachtsbaum zu einem gelungenen Weihnachtsfest unumstößlich dazu. Doch ist dies vor dem Hintergrund einer sich zuspitzenden Klimakrise überhaupt noch ökologisch vertretbar? Welche umweltschonende Alternative zur klassischen Nordmanntanne gibt es, wenn wir nicht auf diesen Brauch verzichten wollen? Wir erklären dir, worauf du beim Kauf achten solltest. Während umweltbewusste Menschen angesichts von grassierendem Waldsterben und Regenwaldabholzung bereits seit Jahren den traditionellen Christbaum hinterfragen, scheinen sich insgesamt jedoch die wenigsten vollständig von dieser Konvention verabschieden zu wollen. Ganz im Gegenteil schien die Corona-Pandemie zuletzt einen regelrechten Run auf Weihnachtsbäume ausgelöst zu haben: Viele kauften laut Medienberichten nicht nur früher, sondern – im Sinne des Trends zum Zweitbaum – auch Tannen in höherer Zahl. Für die meisten gehört der Baum wie die Geschenke zu Weihnachten. Er wird gemeinsam mit der Familie gekauft, nach Hause gebracht und anschließend geschmückt. Doch wie gerechtfertigt ist es noch, sich einen Nadelbaum für nur kurze Zeit aufzustellen, der im Anschluss daran auf dem Müll landet? Kann man dieses Ritual überhaupt praktizieren, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen? Die Alternative: ein Baum aus Plastik? Etwa ein Zehntel der deutschen Haushalte hat echte Tannen gegen Plastikbäume ausgetauscht. Neben ihrem makellosen Wuchs und der Tatsache, dass diese nicht nadeln, spielen auch gesundheitliche Vorbehalte gegen Naturbäume eine Rolle in der Kaufentscheidung. Fakt ist jedoch, dass künstliche Bäume eine vergleichsweise schlechte Ökobilanz aufweisen – insbesondere günstige Exemplare aus China. Für Produktion und Anlieferung entstehen laut Studien ein Vielfaches an Kohlendioxid im Vergleich zu echten Bäumen. Erst nach etwa einem Jahrzehnt der Nutzung gleicht sich die Umweltbilanz aus. Viele Plastiktannen werden allerdings bereits deutlich früher wieder entsorgt. Der Klassiker unter den Nadelbäumen Am wohl ökologisch bedenklichsten sind hingegen Tannen von weit entfernten Plantagen, die unter Hinzugabe vieler Düngemittel und Pestizide gezüchtet werden. Die in Deutschland mit Abstand beliebteste Nordmanntanne stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wird genau unter derartigen Bedingungen auf riesigen, biologisch monotonen Flächen angebaut. Ihre aufwendige Zucht unter Einsatz von Insektiziden und Herbiziden schadet dabei nicht nur dem gesamten Ökosystem, sondern kann sogar eine Belastung für die Gesundheit darstellen, wenn sich die im Weihnachtsbaum gespeicherten chemischen Stoffe über Wochen im Zimmer ausbreiten. Weihnachtsbäume aus ökologischem Anbau Umweltfreundlicher gestaltet sich der Kauf eines Baums von einer Plantage, die beim Anbau auf Chemikalien verzichtet. Je nach Region einheimische Fichten, Kiefern oder Tannen werden auf mechanische Weise, etwa mit Hilfe von Nutztieren, von um sie herumwachsenden Gräsern und Gewächsen befreit. Dank der Zertifizierungssysteme wie FSC oder PEFC und der Bioland- und Naturland-Siegel wird Verbrauchern kenntlich gemacht, dass es sich um Bäume aus Ökoplantagen handelt. Wegen des Verzichts auf Dünger müssen eventuell gewisse optische Abstriche in puncto Symmetrie und Dichte gemacht werden, die Tannenbäume sind aber auf jeden Fall ökologisch und gesundheitlich unbedenklicher. Am besten aus der Region Die nachhaltigste Lösung ist der Kauf eines Weihnachtsbaumes, der natürlich in einem Wald in der Region gewachsen ist. Nun mag es manchem unter dem Eindruck von aktuellen Presseberichten zum Zustand des Waldes in Deutschland widerstreben, den ohnehin leidenden Bestand noch weiter auszudünnen. Doch tatsächlich ist es für ein gesundes Wachstum durchaus erforderlich, dass der Baumbestand nicht zu eng wird und die Bäume nicht zu dicht beieinanderstehen. Wer dennoch komplett auf das Fällen eines Baumes verzichten möchte, kann auf einen dekorativen Baumersatz setzen. Im Internet gibt es unzählige Alternativvorschläge, von der alten Holzleiter über Kork- und Bänderbäume bis hin zu Holzbäumen, die wie ihre natürlichen Vorbilder fantasievoll dekoriert werden können. Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten:

Liebevolle Großeltern sind ein Segen fürs Kind

Familienleben

vom 24.06.2026

Liebevolle Großeltern sind ein Segen fürs Kind

Liebevolle Großeltern sind ein Segen fürs Kind Oma und Opa, Eltern und Kinder – drei Generationen. Liebevolle Großeltern sind ein Segen für die ganze Familie, für die Enkelkinder natürlich am allermeisten. Und auch den Großeltern tut es unendlich gut, Zeit mit den Enkeln zu verbringen. Doch diese Konstellation bietet auch jede Menge Reibungspunkte . Für Kinder ist es wunderschön einen zweiten Anker, neben den Eltern, zu haben. Oma und Opa haben meistens mehr Zeit als Mama und Papa, sind ein wenig entspannter, hören oftmals besser zu und erlauben mehr als die Eltern. Großeltern zu werden und zu sein genießen Senioren in vollen Zügen. Enkelkinder bringen neuen, bzw. zusätzlichen Schwung in ihr Leben und da ist jemand, den sie mit Liebe und Hingabe verwöhnen können – ihr Enkelkind. Oma und Opa können noch einmal Kind sein Versetze dich in die Lage der Großeltern – wie muss es sein, nach so langer Zeit wieder ein Baby, das eigene Enkelkind, auf dem Arm zu halten? Wie fühlt es sich an, wieder zu malen, Verstecken zu spielen, zu basteln und herrlich albern zu sein? Sehr wahrscheinlich: wunderbar! Das solche Erlebnisse wie ein Jungbrunnen wirken können, ist gut vorstellbar. Omas und Opas kommen, dank ihrer Enkelkinder, aus ihrer Komfortzone heraus und entdecken Neues und von früher Altvertrautes. Das kann nur gut tun. Oma und Opa sind viel gemütlicher... Im Alltag der Großeltern läuft vieles viel „entschleunigter“. Die Senioren haben keine zahlreichen Termine wie die Eltern und können sich ganz bewusst Zeit nehmen für das Enkelkind. Kinder haben dafür feine Antennen und finden es bei Oma oder Opa viel gemütlicher. Opas lesen unendlich viel vor , beim Spazierengehen können etliche Zwischenstopps eingelegt werden, um Dinge zu betrachten, weil Oma nie in Hetze ist. Traumhaft. Opa nimmt die Kinder mit zum Angeln und Oma zeigt, wie man einen Blumenkranz für den Kopf flechtet oder Blumen presst . Und überhaupt – bei Oma schmeckt das Essen immer am besten (das könnte daran liegen, dass Oma ausschließlich die Lieblingsgerichte der Kinder kocht). „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“ Je mehr liebevolle Bezugspersonen ein Kind um sich hat, umso besser. Bei den Großeltern finden die Kleinen Zuwendung, Halt und Zuspruch. Kinder und Jugendliche können einen Rat von Oma und Opa vielleicht besser annehmen als von den eigenen Eltern. Zudem können die Großeltern über Erfahrungen aus ihrem Leben berichten, die die Eltern in dieser Form nicht erlebt haben. Großeltern bieten quasi jede Menge wertvollen Input für die kindliche Entwicklung, geben eigene Werte und Haltungen mit, eröffnen neue Wege der Konfliktlösungen und sind für Kinder ein Ruhepol im stürmischen Alltag. Eltern und Großeltern Rund ein Drittel der Großeltern in Deutschland übernehmen einen Teil der Kinderbetreuung. Für berufstätige Eltern ist das eine riesige Erleichterung und Hilfe. Oma und Opa werden von den Kindern heiß und innig geliebt und sie benötigen keine Fremdbetreuung in der Zeit, wenn die Eltern Termine wahrnehmen oder arbeiten sind. Wichtig sind hier klare Absprachen, damit keine Missverständnisse und Unstimmigkeiten entstehen, zudem sollten sich die Großeltern nicht als kostenloser Babysitter ausgenutzt fühlen. Die Sache mit den Regeln bei Oma und Opa Bevor überhaupt Frust auf einer Seite aufkommen kann, tut man gut daran, gewisse Absprachen zu treffen. Bitte denke daran, dass deine Eltern auch ihr eigenes Privatleben haben und nicht sofort „ bei Fuß stehen“ können, wenn Not am Mann ist. So sollten Betreuungszeiten rechtzeitig miteinander besprochen werden. Wenn du ganz feste Regeln für deine Kinder hast, bei denen du auch kein Pardon kennst, besprich dies mit deinen Eltern und bitte sie darum, auch auf die Einhaltung zu achten, wenn sie mit ihren Enkelkindern beisammen sind. Doch nicht nur du solltest dich dazu äußern, auch deine Eltern haben sicherlich den ein oder anderen Wunsch, an was für Dinge sich die Kinder halten sollten, wenn sie bei Oma und Opa zu Besuch sind oder einen Ausflug mit ihnen unternehmen. Mehr Gelassenheit Nehmen wir mal an, du hast deine Eltern schon drei Mal darum gebeten, dein Kind, wenn es zum Schlafbesuch bei Ihnen ist, nicht so spät ins Bett zu schicken. Dies hat wieder nicht geklappt und dein Nachwuchs kommt müde bei dir an. Du bist genervt und Frust steigt in dir auf. Aber was wäre, wenn du in solchen Situationen einmal ganz tief durchatmest und dich ehrlich fragst, ob es nun so dramatisch ist, dass dein Kind in einer Nacht 1,5 Stunden weniger Schlaf bekommen hat? Gleiches gilt für etwas mehr Süßigkeiten oder ausgelassenes auf dem Bett herumspringen bei deinen Eltern. Du würdest dich wundern, wie schnell Kinder von ganz alleine verstehen, dass bei Oma und Opa andere Regeln herrschen als zu Hause. Und keine Bange: Was bei deinen Eltern okay ist, setzt dein Kind bei euch zu Hause nicht eins zu eins um. Kommunikation ist das A und O Frisch gebackene Eltern stellen vielfach fest, dass das Band zwischen ihren Eltern und ihnen wieder mehr zusammenwächst. Sie selbst haben durch ihre neue Elternrolle mehr Verständnis für ihre Eltern und können Ängste, Nöte und Unsicherheiten, die Eltern manchmal beschäftigen, besser verstehen. Die neuen Großeltern freuen sich, dass die Kinder ihr eigenes Familienleben aufbauen und erkennen vieles wieder, wie sie es damals erlebt haben. Und was gibt es Schöneres als sich gemeinsam über das neue Erdenkind zu freuen und es auf seinem Weg zu begleiten? Um Konflikte zu vermeiden sind Transparenz und Kommunikation wohl die Mittel erster Wahl. So gelingt es ganz sicher, dass 3 Generationen ein harmonisches Familienleben führen können.

Babyparty feiern

Familienleben

vom 24.06.2026

Babyparty feiern

Wir feiern eine Babyparty Vor einigen Jahren schwappte das amerikanische Ritual der Babyparty über den großen Teich zu uns nach Deutschland. Beim Thema Babypartys gehen die Meinungen stark auseinander. Für einige Frauen ist eine Babyshower ein Muss, anderen ist diese Art des Feierns viel zu viel Trubel im letzten Drittel der Schwangerschaft. Die gute Nachricht: Ihr müsst beim Ausrichten einer Babyshower nicht zwingend alle Klischees erfüllen, sondern könnt eure Party ganz auf die Bedürfnisse und nach dem Geschmack der Mutter feiern. Also: Wie gelingt eine beschauliche, geschmackvolle Babyparty , auf der sich alle rundherum wohlfühlen? Wo feiern wir? Hier stehen euch die unterschiedlichsten Locations zu Auswahl. Wenn möglich, überfallt eure Bald-Mama nicht in ihrem Zuhause. Stellt euch vor, vor eurer Haustüre stehen plötzlich 15 Personen, die sich in rasender Geschwindigkeit in eurer Wohnung verteilen. Auch wenn alle Getränke und Snacks mitgebracht werden, stellt das die Schwangere auf die Probe. Sicherlich wird sie sich bemühen, eine gute Gastgeberin zu sein, doch eigentlich soll sie doch bei der Babyshower von vorne bis hinten verwöhnt und gefeiert werden. Es ist also geschickter, die Babyparty an einem anderen Ort zu veranstalten. Das kann eine Wohnung der Verwandtschaft oder bei einer Freundin sein, eine Gartenparty bei gutem Wetter oder, ganz klassisch, in einem Lokal. Wer kommt zur Party? Als erstes solltet ihr euch darüber klar werden, ob ihr die werdende Mutter einweihen oder überraschen möchtet. Nicht jede Mommy to be liebt es von anderen verplant und überrascht zu werden. Auch die Gästeliste sollte sensibel zusammengestellt werden. Ist die Schwangere eher ein extrovertierter Typ und schart immer viele Menschen um sich oder schätzt sie Treffen im kleinen Kreis und ist ein stillerer Charakter? Natürlich gibt es Menschen, die bei eurem Beisammensein partout nicht fehlen dürfen. Mutter und Schwiegermutter, Schwestern, Tanten gehören sicherlich dazu, immer vorausgesetzt, alle haben ein liebevolles und entspanntes Verhältnis zueinander. Der Kreis der besten Freundinnen gehört dazu und die Lieblingskollegin. Wie schmücken wir? Es muss nicht immer rosa oder hellblau sein. Es gibt so viele wunderschöne Farben und wo steht geschrieben, dass nicht geschlechtsneutral geschmückt werden darf oder gar sollte? „Hauptsache gesund!“ ist keine Floskel! Es ist so nebensächlich, ob man einen Jungen oder ein Mädchen bekommt. Man bekommt ein Baby, ein kleines Wunder, einen zauberhaften neuen Erdenbürger, der von Herzen geliebt werden wird. Zudem: Sind die Zeiten nicht gewesen, dass rosa DIE Mädchenfarbe und blau NUR von Jungen getragen wird. Oh, bitte ja! Bei der Farbwahl sind also keine Grenzen gesetzt. Mag eure liebe Schwangere bunte Farbe? Hält sie sich bei ihrer Wohnungseinrichtung und ihrem Style eher zurück, schmückt ihr minimalistisch und schick. Bitte nicht vergessen: Ihr richtet die Party aus, das ist wahr, aber es ist nicht eure Party, sondern die Feier soll die werdende Mama beglücken. Was schenken wir? Ob ihr nun jeder etwas Einzeln schenken möchtet oder Geld zusammen legt - das entscheidet ihr ganz nach eurem Geschmack. Wollt ihr lieber die werdende Mama beschenken oder lieber etwas Schönes für das Baby ? Falls die Auswahl des Geschenkes schwer fällt, möchten wir euch wärmstens unseren Geschenkefinder für die Babyparty ans Herz legen. Was essen wir? Wir alle kennen die Bilder von wunderschönen Muffins, Cake Pops und Cupcakes auf Babyshowers. Verständlich, denn die dekorativ verzierten Backwaren sind definitiv etwas fürs Auge und lecker noch dazu. Doch auch Salate und Co. können köstlich schmecken und attraktiv angerichtet werden. Hier gilt es, den Speiseplan nach der Tageszeit und nach den Vorlieben der zu Überraschenden abzustimmen. Was machen wir auf der Babyparty? Es stehen diverse Optionen zur Verfügung. Selbstverständlich sollten die Unternehmungen gut zur Schwangeren und ihren Gästen passen. Alberne Spiele sind eventuell nicht jederfraus Geschmack, sind aber kurzweilig und heben oft die Stimmung. Auch eine schöne Idee: alle Gäste sind dazu angehalten alte Babyfotos von sich mitzubringen und reihum wird geraten, wer auf den Bildern zu sehen ist. Ihr könnt ein Schätzspiel spielen. Alle geben einen Tipp ab, wie groß wohl der Umfang des Babybauches ist. Für den Gewinner, also für die Person, die mit ihrer Schätzung am dichtesten am richtigen Maß lag, gibt es eine kleine Aufmerksamkeit. Babybodys können zusammen bemalt, ein Gästebuch mit lieben Wünschen gefüllt werden. Vielleicht lasst ihr euch auch etwas ganz Individuelles einfallen, was perfekt zur werdenden Mami passt. Zu guter Letzt Die Vorbereitungen der Babyshower sollen Freude bereiten und nicht in Stress ausarten. Ähnliches gilt am Tag der Babyparty. Am aller wichtigsten ist die Zeit, die ihr miteinander verbringt. Ihr sollt es gut haben miteinander und die Schwangere wissen lassen: „Hey, wir sind für dich da – sei es vor oder nach der Geburt.“ Falls ihr noch weitere tolle Ideen für eine Babyparty habt, lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen. Bis dahin wünschen wir euch eine gute Zeit. Euer HANS NATUR Team

Konsumverhalten bei Kindern

Familienleben

vom 23.06.2026

Konsumverhalten bei Kindern

Wie du dein Kind für Konsum sensibilisierst Kinder sind die Konsumenten von morgen und werden bereits in ihrem jungen Alter fleißig umworben. Alles ist jederzeit verfügbar. In der Schule geraten Kinder unter Druck, wenn sie nicht die richtigen Sneaker tragen. Eine dauerhafte Berieselung durch das Handy, TV und Co sind Alltag. Wir haben wertvolle Tipps für dich gesammelt, wie ihr als Familie, Kinder UND Erwachsene, euren Konsum kritisch hinterfragen und bewusster und weniger konsumieren könnt. Übermäßiger Konsum – Unsere Kinder tun, was wir tun Was konsumieren wir? Wie sensibilisiere ich mein Kind für Konsum? Was konsumieren Kinder? Minimalismus als Familie Vorleben – unsere Kinder tun, was wir tun Hand aufs Herz! Umgibst du dich mit zu vielen Dingen? Besitzt du zu viel? Was brauchst du wirklich? Machst du dir häufig genug bewusst, dass du dankbar sein kannst für dein Zuhause, für dein Essen auf dem Tisch, für die Kleidung, die du trägst? Wenn wir unseren Kindern keinen achtsamen Konsum vorleben und nicht in der Lage sind, innezuhalten und Dankbarkeit zu empfinden für unsere privilegierte Lebenssituation, woher sollen unsere Kinder das lernen? Wenn wir ständig aufs Handy sehen, permanent Musik im Hintergrund läuft, wir uns schnell alles anschaffen, worauf wir Lust haben und viel zu viel wegwerfen – sei es Lebensmittel, Kleidung etc. – wie sollen unsere Kinder ein Werteempfinden entwickeln? Schaffst du in der Kindheit die Basis für ein bewusstes Konsumverhalten und kannst deinem Kind vermitteln, was der Unterschied zwischen Wollen und wirklich brauchen ist, sind die Weichen gut gestellt. Was konsumieren wir? Zu unseren Grundbedürfnissen zählen zum Beispiel Kleidung, Nahrung und eine Bleibe. Doch darüber hinaus, konsumieren wir von morgens bis abends: digitale Daten, Strom, Wasser, Fitnessstudio, Abos, Reisen, Snacks, das Auto, Kinobesuche und vieles mehr. Wir leben im totalen Überfluss und wünschen uns für unsere Kinder etwas anderes. Mit unserem Konsumverhalten rauben wir Mutter Erde ihre Ressourcen und müllen sie am Ende mit unserem Abfall zu. Was tun? Wie sensibilisiere ich mein Kind für Konsumverhalten? In dem ihr zusammen achtsamer und bedachter konsumiert. Mache dir klar, dass dies keinen Verzicht darstellt, sondern für euch als Familie, für eure Mitmenschen und für die Umwelt ein Gewinn ist. Beginnt mit Kleinigkeiten, die einfach umzusetzen sind: Nehmt beim Einkaufen nur die Dinge mit, die auf dem Einkaufszettel stehen Kauft Second Hand oder nutzt Tauschbörsen Fahrt mehr Fahrrad, geht zu Fuß oder ihr benutzt öffentliche Verkehrsmittel Kaputte Kleidung wird repariert und gestopft Verkauft oder spendet Dinge, die ihr nicht mehr braucht Leiht euch Bücher in der Bibliothek aus, statt sie neu zu kaufen Achtet darauf, saisonal und regional einzukaufen Schmeißt keine Lebensmittel mehr weg Achtet auf Qualität – wählt robuste, langlebige Produkte, die keinen Trends unterliegen. Was konsumieren Kinder? Jede Menge! Je älter sie werden, umso mehr. Schon die Kleinsten werden von Werbung beeinflusst. Grelle Verpackungen mit lustigen Tieren darauf, animieren, Kinder, im Supermarkt danach zu greifen. Zu Geburtstagen und Weihnachten erhalten Kinder eine wahre Geschenkeflut und Kinderjoghurt aus ganz kleinen Plastikbechern schmeckt besonders gut. Ein T-Shirt mit der Lieblingsanimationsfigur wird beim Sammelkarten tauschen mit Stolz getragen. Minimalismus als Familie Natürlich müsst ihr euch als Familie nicht von allem lossagen, was euch lieb und teuer ist, aber unterschätze nicht, wie befreiend es sein kann, wenn du dich von dem einen oder anderen entledigst und in Zukunft gewissenhaft prüfst, ob du diese eine Neuanschaffung auch tatsächlich benötigst. Beim Einkaufen gilt es davon Anstand zu nehmen, seine persönlichen Bedürfnisse befriedigen zu wollen oder mit einem Kauf sein Selbstwertgefühl aufzupolieren. Je früher, wir das unseren Kindern vorleben, desto besser. Erkläre deinem Kind den Unterschied zwischen natürlichen und künstlichen Bedürfnissen. Macht euch bewusst, dass manche materiellen Wünsche nicht in Erfüllung gehen. Seht hin, was ihr bereits alles habt und seid dankbar dafür. Was ist wirklich wichtig? Gesundheit, eure Familie, gemeinsame Zeit! Trenne dich von Dingen, die du ein Jahr nicht benutzt hast. Für Euch und euer Kind gilt die Regel: Eine Neuanschaffung kommt, eine alte Sache geht. Keine Impulskäufe tätigen. Bringe deinem Kind den Umgang mit Geld bei. Vielleicht ist dafür Taschengeld eine gute Option. Zuhause hat alles seinen festen Platz – kein stressiges Suchen mehr „Weniger Zeugs“ bedeutet – mehr Konzentration aufs Wesentliche, klare Gedanken, weniger Zerstreuung und mehr Geld im Portemonnaie. Dein Kind braucht keine großen Mengen an Spielzeug, sondern gutes Spielzeug. Übrigens: Kinder spielen auch liebend gern mit Alltagsgegenständen wie Schneebesen, Töpfe, Wäscheklammern usw. Ein nachhaltiger Lebensstil und endlich kein Konsumdruck mehr Verbessere deinen CO2 Fußabdruck, spare Ressourcen ein und bestärke dein Kind, sich nicht an Besitztümern zu orientieren. Du schenkst deinem Kind damit ein Stück Freiheit, Selbstbewusstsein und ein wertschätzendes Feingefühl, für die Dinge, die es bereits besitzt.

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